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Dieser Rap entstand 2014 im Rahmen eines Workshops mit dem Rapper SPAX und Schülern der Sekundarstufe I.
Rap gegen Gewalt
Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule 2012-2014
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Auschwitzgedenktag in der KGS

Chantal Sziegoleit und Deniz Kilinc (v.re.) trugen zum Thema “Ausgrenzung” vor – Foto: JPH
Chantal Sziegoleit und Deniz Kilinc (v.re.) trugen zum Thema “Ausgrenzung” vor – Foto: JPH

Erneut hat die KGS zum Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 ihren “Auschwitzgedenktag” abgehalten. An diesem Tag erinnern die Schüler der 10. Klassen die Mitschüler der neunten Klassen an die Entwicklung und den Verlauf der verbrecherischen Zeit der Vernichtungslager verbunden mit den menschlichen Schicksalen, die sich daraus ergaben.

Zweimal führte die 10. Klasse von Stefan Bahls am Montagvormittag die Veranstaltung zum Auschwitzgedenktag im Forum der KGS auf. Vergangenes Jahr waren sie selbst noch Zuschauer, dieses Jahr waren sie die Agierenden für ihre jüngeren Mitschüler. Jeweils für 45 Minuten waren die neunten Klassen umschichtig zu Gast im abgedunkelten Forum, das bereits beim Eintritt psychologisch auf die Situation der betroffenen Bevölkerungsgruppen, Juden, Sintis & Roma, Homosexuelle und unliebsame Geistliche in der damaligen Zeit aufmerksam machte. Mit einem Musikstück für Geige und Gitarre, gespielt von Anna-Liese (Geige) und Thomas Siemens (Gitarre) wurden die Schüler auf die Vorträge und persönlichen Schilderungen eingestimmt. Die Bilder auf der Leinwand gaben dazu die optischen Eindrücke wieder und machten das Geschehen auch für jüngere Menschen verständlich – und bedrückend. Das Multimediale unserer Zeit verstärkte die persönlichen Geschichten deutlich.

Die  Themen, die dargestellt wurden, reichten von den Anfängen der Ausgrenzung über Erniedrigung, Lebensdauer, Sinti & Roma, Boykott, Wirtschaftsausschluss, Ghetto, Deportation, Kinderaugen, Nummernvergabe bis zum “Weg ins Gas”. Zum Abschluss dann die Erlösung auch für die Zuhörer, die “Befreiung” durch die Rote Armee am 27. Januar 1945. Bedrückend erfuhren die Schüler, dass man Mengele zwar geortet, aber nie ergriffen hat. Und sie nahmen die so in den Raum gestellte Frage mit: “Wie viele von denen gibt es noch, die nicht erwischt wurden – und wo sind sie?”

“Eine Woche haben wir intensiv an dem Inhalt und Ablauf gearbeitet”, sagten Chantal Sziegoleit und Deniz Kilinc aus der Klasse 10 RB von Bahls. Sie waren zusammen mit 26 anderen Schülern mit der Vorbereitung befasst. “Im vergangenen Jahr haben wir angefangen zu überlegen. Die Roh-Texte hat uns Herr Bahls besorgt und wir haben sie dann mit eigenen Ideen formuliert und gestaltet”, erläuterte Deniz. In der letzten Woche wurde dann intensiv gearbeitet am Stoff. “Wir haben auch in der Freizeit geschrieben und am Freitag war dann Generalprobe”, erzählte Chantal. “Man lernt bei der Arbeit zur Aufführung auch viel über die Hintergründe und Abläufe der damaligen Zeit. Und entwickelt zwangsläufig Betroffenheit, wenn sie auch im Alltag nicht dauernd da ist.” Das haben die rund 280 Schüler, die dieses Jahr als Publikum dabei waren, auch so empfunden. Damit wäre nicht nur das Ziel erreicht, sondern auch ein guter Grundstein für die Aufführung durch sie im Jahr 2014 gelegt.(jph/sehnde-news.de)

Anna-Liese (li.) und Thomas Siemens spielten zum Anfang und zum Ende – Foto: JPH
Anna-Liese (li.) und Thomas Siemens spielten zum Anfang und zum Ende – Foto: JPH

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Kommentare: 1
  • #1

    A. Böttcher (Mittwoch, 30 Januar 2013 20:38)

    Liebe
    Schülerinnen, liebe Schüler der Klasse 10 RB, lieber Kollege Bahls,

    vom Krankenbett aus schicke ich herzliche Grüße und freue mich über Eure gelungene Veranstaltung zum Auschwitzgedenktag.Die selbst gefundenen Texte beeindrucken mich. Ich freue mich darauf sie zu lesen. Schön, dass auch ein musikalischer Vortrag die Stimmung noch intensiviert hat.

    Mit freundlichen Grüßen Eure Lehrerin
    A. Böttcher