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So sind wir
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Dieser Rap entstand 2014 im Rahmen eines Workshops mit dem Rapper SPAX und Schülern der Sekundarstufe I.
Rap gegen Gewalt
Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule 2012-2014
Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule 2012-2014

Frühlings Erwachen

Mit ihrer Adaption von Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen" feierte die Theater AG der KGS Sehnde am 20. Januar Premiere im Forum der Schule und begeisterte die etwa 200 Gäste nachhaltig. "Ganz erstaunlich" und "beeindruckend gut gespielt" waren nur einige der Lobesworte, die von den Besuchern in Richtung der Darsteller geäußert wurden.

Seit August hatten die zwanzig Kinder und Jugendlichen um das Regieteam Sebastian Prignitz, Lisa Steingrube, Kerstin Holzer und Susan Raak viele Wochen und Wochenenden an der Umsetzung des Wedekind-Stückes gearbeitet. Das Werk dreht sich inhaltlich um den Schwindel der Pubertät, der einige Jugendliche des Wilhelminischen Kaiserreiches bis zum Selbstmord treibt. Bigotterie, Heuchelei und falsche Autoritäten treiben die Hauptfiguren Wendla, Melchior und Moritz an den Rand der Verzweiflung und manche stolpern in das Dunkel. "Die Thematik ist zeitlos", so Lisa Steingrube und verweist in dem Zusammenhang auch auf die zeitlos schöne Sprache Wedekinds, die bewusst beibehalten wurde.

So war der Lernaufwand der Schüler zwar enorm, jedoch am Ende auch "äußerst glückbringend", wie die Hauptdarsteller bestätigen. Vor allem Maximilian Arnhold (Melchior Gabor), Rouven Schiemann (Moritz Stiefel) und Antonia Mögebier (Wendla Bergmann) hatten enorm viel zu lesen und zu lernen. Unterstützt von einem hervorragend eingespielten Ensemble lieferten die jungen Künstler zur Premiere eine Show ab, die in manchen Szenen zu Tränen rührte.

Mit einer puristischer Darstellung, welche die Kraft von Gestik und Mimik noch deutlicher werden ließ, wurde die Geschichte von Leben und Tod junger Menschen kraftvoll in Szene gesetzt. Nach dem berührenden Schlussakord, der ein kleines Engelskind (Nabila Ezzat) zeigte, das zu den Klängen eines Volksliedes um das Grab von Moritz tanzte, öffnete sich der Vorhang nur noch einmal. Für den Lohn des Bühnenkünstlers: den Applaus. (PRG)

 

Szenenfotos: R. Gensigora