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So sind wir
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Dieser Rap entstand 2014 im Rahmen eines Workshops mit dem Rapper SPAX und Schülern der Sekundarstufe I.
Rap gegen Gewalt
Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule 2012-2014
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Auschwitz-Gedenktag in der KGS

Am Ende kam für jedes Opfer aus Sehnde und Köthenwald ein Schüler mit Kerze an die Bühne – Foto: JPH
Am Ende kam für jedes Opfer aus Sehnde und Köthenwald ein Schüler mit Kerze an die Bühne – Foto: JPH

Erneut hat die KGS zum Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 ihren “Auschwitzgedenktag” abgehalten. An diesem Tag erinnern die Schüler der 10. Klassen die Mitschüler der neunten Klassen an die Entwicklung und den Verlauf der verbrecherischen Zeit der Vernichtungslager verbunden mit den menschlichen Schicksalen, die sich daraus ergaben.

In diesem Jahr führte der Religions-, Werte- und Ethik-Kurs von Kristin Reichert und Markus Seipel mit 30 Schülern am Dienstagvormittag die Veranstaltung zum Auschwitzgedenktag im Forum der KGS auf. Vergangenes Jahr waren sie selbst noch Zuschauer, nun waren sie die Agierenden für ihre jüngeren Mitschüler. Für 60 Minuten waren die neunten Klassen mit rund 230 Schülern zu Gast im abgedunkelten Forum, das bereits beim Eintritt psychologisch auf die Situation der betroffenen Bevölkerungsgruppen, Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Behinderte und unliebsame Geistliche in der damaligen Zeit aufmerksam machte. Wortlos begann der Film “Der Waggon” anzulaufen und die Geschichte der Deportation bis ins Vernichtungslager Auschwitz entwickelte sich.


Unterbrochen wurden die Filmsequenzen dann durch die kurzen Vorträge des ideologischen Hintergrunds der Rassenideologie der Nazis, der Geschichte des Vernichtungslagers Auschwitz, den Todesmärschen und der Befreiung. Dies wurde unterstützt durch die Schilderung eines KZ-Häftlings über seine persönlichen Empfindungen während der Deportation und Einkerkerung. Auch der Hinweis auf Millionen getötete russische Kriegsgefangene fehlte nicht.


Als dann der Film beendet war, wiesen die Schüler auch noch auf den lokalen Bezug zu Sehnde und Köthenwald hin, indem sie die Namen der deportierten Juden aus Sehnde und getöteten geistig Behinderten aus den Wahrendorffschen Anstalten verlasen und für jeden der rund 30 Namen ein Schüler mit Kerze sich vor der Bühne aufstellte. Dann verließen die Schüler der 9. Klassen wie zuvor erbeten schweigend das Forum. (JPH/sehnde-news.de)