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Dieser Rap entstand 2014 im Rahmen eines Workshops mit dem Rapper SPAX und Schülern der Sekundarstufe I.
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Es ist tatsächlich wahr: Helga Akkermann verlässt die KGS

Helga Akkermann übergibt den symbolischen Schlüssel an ihren Nachfolger Carsten Milde (Foto: GEN)
Helga Akkermann übergibt den symbolischen Schlüssel an ihren Nachfolger Carsten Milde (Foto: GEN)

Der Abschied war gut vorbereitet und dauerte rund zwei Stunden – im ersten Abschnitt. Die KGS mit ihren Schülern und Lehrern hatte sich viel einfallen lassen, um ihrer Direktorin Helga Akkermann den Abschied schwer zu machen. Zu der Feier waren rund 300 Gäste eingeladen, allesamt in der einen oder anderen Weise freundschaftliche Wegbegleiter von Akkermann, und kaum einer hatte abgesagt. So wurde die Verabschiedung der nunmehr 60-jährigen Direktorin eine tolle Veranstaltung.

“Helga Akkermann ist schon so lange hier, wie das Baugerüst an der KGS”, begannen die Moderatoren Nina Graumüller und Lennart Lesemann die Begrüßung an diesem Vormittag. “Aber nun geht sie und nimmt das Gerüst ja mit.” Die beiden führten witzig und gekonnt durch das Programm, dass zwischen trockenen, aber launigen Reden und “Showeinlagen” abwechselte. Die Programmlücken füllten “The Brightbags”, eine ausgezeichnete Schülerformation im Stil der Bluesbrothers.

 

Nachdem Bettina Griesbach mit dem Orchester der 9., 10. und EP-Klasse ein Medley vom “Lion King” gespielt hatte, begrüßte der Noch-Direktoren-Stellvertreter, Carsten Milde die Anwesenden. Darunter waren der Landtagspräsident und Kultusminister aD Bernd Busemann, MdL Dr. Silke Lesemann, der Regionsabgeordnete Wolfgang Toboldt, der Sehnder Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke, die Fraktionsvorsitzenden aus Sehnde, Olaf Kruse und Hartmut Völksen, sowie der Vorgänger von Helga Akkermann,  Manfred Rosengarten. “Sie haben sich einen kurzen Abschluss gewünscht”, so der laut Moderatoren “Frischling” Milde, “aber wir konnten nicht alles berücksichtigen.”

Den offiziellen Teil, die Verlesung der Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand, übernahm der zuständige Vorgesetzte von Akkermann bei der Landesschulbehörde Niedersachsen, Andreas Blasche-Hesse.

 

“Ja”, sagte Lennart Lesemann zuvor in der Anmoderation, “das habe ich auch gerade erfahren: Frau Akkermann hat Vorgesetzte!” In seiner Rede ließ Blasche-Hesse den Werdegang Akkermanns Revue passieren, die sich von der Volksschule bis zum Abschluss des Studiums von Deutsch, Biologie und Chemie fürs Lehramt durch alle Stufen emporarbeitete. Aus der Nähe von Papenburg stammend wurde sie in Wiefelstede bei Oldenburg nach ihrer Verbeamtung 1981 Schulleiterin. Mit der Annahme ihrer Bewerbung auf die Stellvertreter-Position an der KGS Sehnde 1996 trat sie in die zweite Reihe zurück, um dann 2001 selbst die Leitung einer der größten Schulen in Niedersachsen zu übernehmen. Nun, am 31. Januar 2015, wird sie diese Leitung weitergeben an ihren Ex-Stellvertreter Carsten Milde und seine neue Stellvertreterin Sandra Heidrich.

 

Landtagspräsident Bernd Busemann erinnerte sich an die gemeinsame Arbeit und die “kämpferische Schuldirektorin”, an eine gemeinsame Diskussion im Waterloo-Biergarten und vor allem an ihre Idee der “eigenverantwortliche Schule”. Richtigerweise fügte er hinzu: “Es könnte auch einmal gut sein, wenn Politiker keine Idee für die Schule hätten.” Auch Mediengeschichte habe Akkermann geschrieben, als sie auf Weisung des Kultusministeriums eine “Kleiderordnung” schreiben musste, weil eine Schülerin sich bis auf die Dessous wegen der großen Hitze im Unterricht entblättert hatte. “Erst mokierte sich die HAZ über eine ‘Kleiderordnung’ an Ihrer Schule, dann folgten dpa, Bild und zuletzt die ‘Emma’ von Alice Schwarzer.” Aber, und da war er sich mit allen Gästen einig, “diese KGS ist Ihr Kind!”

 

Der “Wunschschüler” Stefan Beutelsbacher, heute in der Wirtschaftsredaktion der “Welt”, sprach dann über seine Berufswahl, die wesentlich von Akkermann beeinflusst wurde, als sie ihm ein Praktikum bei der HAZ empfahl. Beutelsbacher gehört zum ersten Abi-Jahrgang der Schule aus dem Jahr 2004 mit 60 Schülern.

 

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke hob die 18 Jahre an der KGS hervor und die vielen Baumaßnahmen, die man gemeinsam geplant und erledigt habe: “Wir haben eine Turnhalle, die Mensa und nun das Selbstlernzentrum geplant und gebaut. Wenn Sie dabei von etwas überzeugt waren, haben Sie es beharrlich betrieben – aber ohne verbohrt zu sein. Kompromisse waren stets möglich.”

 

Die üblichen Grußworte wurden dieses Mal in eine neue Form verpackt, denn mit den Grüßenden, der Schülersprecherin Maite Fricke, dem Schülersprecher Luke Hadler, der Elternratsvorsitzenden Susanne Vahlenkamp, Andrea Kunkel von der Schulleitervereinigung Niedersachsen (SLVN), der Landesvorsitzenden der Gemeinnützigen Gesellschaft für Gesamtschulen Susanne Pavidis und Eberhardt Brandt, Landesvorsitzender der GEW führte Matthias Gieska eine lockere Podiumsdiskussion anstelle der üblichen Frontalreden. Dabei teilte Kunkel auch mit, dass man Helga Akkermann zur Ehrenvorsitzenden der SLVN gemacht habe.

 

Als dann die Leinwand herunterfuhr, gab es aus vielen Bereichen Videogrüße ausgesuchter Personen an Helga Akkermann. Einfallsreich, lustig und treffend sprachen oder sangen zahlreiche Gruppen und Personen ihre Hommage an die Direktorin. Nachdem die Band “Paukerface” dann mit “Take Me to The River” für eine musikalische Erholung gesorgt hatte, war es soweit: Helga Akkermann sprach ihr Schlusswort.

 

“Auch wenn ich in emotionalen Turbulenzen bin, kommt keine Rührseligkeit auf”, begann sie ihre Abschiedsworte. Überrascht war sie von den vielen Aussagen zu ihrer Person und ihrer Arbeit: “So habe ich mich nicht gesehen”, sagte sie in ihrer sympathischen und zurückhaltenden Art und erzählte, dass sie die Anmeldeliste zu ihrer Verabschiedung mehrfach wie ein Buch gelesen habe. “Und ich freue mich, dass so viele zugesagt haben und Sie nun alle hier sind!” Dann übergab sie den symbolischen Schlüssel an ihren Nachfolger, für dessen Gravur seiner Zeit als Leiter der KGS noch Platz auf dem Türöffner vorgesehen ist. Schließlich fiel ihr letzter Satz: “Ich danke Ihnen allen, die Sie mich vielfach unterstützt haben.”

Danach folgte der Empfang in der Schulstraße, der zweite Teil der Feier, bei dem es weitere persönliche Grußworte gab und Abschiedsgeschenke überreicht wurden. Der dritte Teil erfolgte dann als “Aftershowparty” mit der Band “Paukerface” in der Mensa – denn niemals geht man so ganz…..schnell. (JPH/sehnde-news.de)

Fotos: R. Gensigora

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Kommentare: 4
  • #1

    mika (Freitag, 06 Februar 2015)

    wir werden sie sehr vermissen:(

  • #2

    julia (Sonntag, 08 Februar 2015 20:48)

    Ich vermisse sie so sehr!:(

  • #3

    Tom (Montag, 16 Februar 2015 09:49)

    würdiger Vertreter :)

  • #4

    Nici (Freitag, 06 März 2015 20:00)

    Gefällt mir:D