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So sind wir
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Dieser Rap entstand 2014 im Rahmen eines Workshops mit dem Rapper SPAX und Schülern der Sekundarstufe I.
Rap gegen Gewalt
Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule 2012-2014
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Der harte Scrooge erschrickt selbst das Publikum

Am Ende siegt das Gute: Scrooge (von links) ist von seinem Geiz geheilt. Das feiert er mit Tiny Tim, Annie und Bob Cratchit, Julie und Martha. (Foto: Hanke)
Am Ende siegt das Gute: Scrooge (von links) ist von seinem Geiz geheilt. Das feiert er mit Tiny Tim, Annie und Bob Cratchit, Julie und Martha. (Foto: Hanke)

Tosender Beifall: Die Theater-AG der Kooperativen Gesamtschule überzeugt mit Stück nach Charles Dickens.

Wie gut, dass es keine gläsernen Christbaumkugeln waren, mit denen die kleine Tanne auf der Bühne im Forum der Kooperativen Gesamtschule  Sehnde geschmückt wurde. Denn die fielen des Öfteren während der turbulenten Aufführung der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens auf den Boden.

„Scrooge – A Christmas Carol“: Dieser komplexen Geschichte um den Geizkragen Ebenezer Scrooge, der durch die Geister der Weihnacht eine wundersame Wandlung zum Guten erfährt, hatte sich die Theater-AG der KGS gewidmet. Sie blieben dabei dicht am Original von Charles Dickens, mit historischen Kostümen und einem bildhaften Bühnenaufbau.

„Wir haben inzwischen einen reichhaltigen Fundus, aus dem wir uns bedienen können“, sagt Sebastian Prignitz, Leiter der Theater-AG, der zusammen mit Bettina Jonas Regie führte. Besonders wichtig sei ihnen gewesen, dass das Stück ohne Pause gespielt werde, um die Illusion aufrechtzuerhalten. Dieser Herausforderung wurden die Schüler mehr als gerecht.

Herausragend agierte dabei Nina Graumüller in der männlichen Hauptrolle. Mit harter, machtvoller Stimme verschaffte sie sich als hartherziger Scrooge Respekt. Ihr herrischer Ton ließ selbst das Publikum zusammenzucken. Perfekt beherrschte sie die Kaltschnäuzigkeit der Figur, der sie aber auch ebenso glaubwürdig die langsame Wandlung dieses Charakters angedeihen ließ.

Das war jedoch für die Geister der Weihnacht ein hartes Brot. Unterstützt wurden sie dabei sehr effektvoll. Mattgrünes Licht tauchte die Bühne in eine gespenstische Atmosphäre, glockenhelle Melodien und Glitzerstaub begleiteten ihr Erscheinen und zauberten magische Momente. Papierstapel wirbelten dramatisch durch die Luft und sorgten gemeinsam mit Donnerhall für erschreckende Auftritte.

Als Pendant zur harschen Persönlichkeit von Scrooge überzeugte Lennart Lesemann in der Figur des humorvollen Mr. Fezziwig, der überaus jovial und mit einer natürlichen Heiterkeit das Publikum mitriss. Das gab am Ende tosenden Beifall für Lesemann und Graumüller. Nur schade, dass die beiden im nächsten Jahr ihr Abitur ablegen und die Theater-AG verlassen würden, bedauerte Priegnitz.

Am Freitag und Dienstag, 16. und 20. Dezember, jeweils um 19 Uhr haben Interessierte dann noch einmal die Gelegenheit, sich im Forum der KGS von der Weihnachtsgeschichte verzaubern zu lassen. (Susanne Hanke/HAZ)