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So sind wir
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Dieser Rap entstand 2014 im Rahmen eines Workshops mit dem Rapper SPAX und Schülern der Sekundarstufe I.
Rap gegen Gewalt
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Briefe sollen Frauen Mut machen

700 persönliche Briefe haben die KGS-Schüler an vier inhaftierte Frauen geschrieben. Quelle: Privat
700 persönliche Briefe haben die KGS-Schüler an vier inhaftierte Frauen geschrieben. Quelle: Privat

Die Kooperative Gesamtschule Sehnde hat sich an der Aktion Briefmarathon von Amnesty International beteiligt und 700 persönliche Briefe an vier inhaftierte Frauen geschrieben.

„Schreib für Freiheit“: So lautet das Motto des sogenannten Briefmarathons von Amnesty International, der jedes Jahr um den Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember organisiert wird – dem Tag, an dem vor 70 Jahren die allgemeine Erklärung der Menschenrechte ausgerufen wurde. In diesem Jahr hat sich der 10. Jahrgang der Kooperativen Gesamtschule Sehnde im Rahmen des Profilunterrichts „Menschen brauchen Menschen“ daran beteiligt. Die Schüler haben auch unter ihren Mitschülern für die Aktion geworben, und zwar sehr erfolgreich: Innerhalb einer Woche sind 700 persönliche Briefe an vier inhaftierte Frauen geschrieben sowie 2000 Aufrufe für ihre Freilassung unterzeichnet worden, die nun von Amnesty an die Regierungen ihrer Heimatländer weitergeleitet werden.

 

30 Artikel umfasst die Menschenrechtscharta, an die sich die Welt eigentlich halten sollte - es aber in vielen Fällen nicht tut. Dies sei den Mitgliedern des Profilunterrichtes bei der Beschäftigung mit Menschenrechtsverletzungen noch bewusster geworden, sagt Lehrerin Anke Kolster. Daraufhin sei schnell der Plan aufgekommen, sich zu engagieren. Flugs wurde jeder Jahrgang in die Mensa eingeladen, die dafür zum Schreibsaal umfunktioniert wurde. Konkret ging es um Atena Daemi aus dem Iran, Nonhle Mbuthuma aus Südafrika, Vitalina Koval aus der Ukraine und Geraldine Chacón aus Venezuela. Alle sitzen nach Auffassung von Amnesty zu Unrecht im Gefängnis, leiden dort unter körperlichen Misshandlungen und leben in Todesangst – ohne jedes Menschenrecht.

 

Die Schüler haben, um Solidarität mit den Inhaftierten zu zeigen, vorformulierte Gesuche an die jeweiligen Regierungen verschickt. Darüber hinaus ging haufenweise Briefpapier weg, denn die Schüler nutzten die Gelegenheit, auch ganz persönliche Zeilen an die vier Frauen zu schreiben. „Das soll den Frauen direkt Mut machen und Anerkennung aussprechen“, beschreibt Kolster die Bedeutung der Briefe. Die Schüler hoffen nun, dass das Postpaket auch ankommt und vielleicht sogar zum Erfolg führt. Die internationale Aktion läuft noch bis zum 23. Dezember. (Oliver Kühn/haz)

Die Mensa wird zum Schreibsaal umfunktioniert. Quelle: Privat
Die Mensa wird zum Schreibsaal umfunktioniert. Quelle: Privat