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So sind wir
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Dieser Rap entstand 2014 im Rahmen eines Workshops mit dem Rapper SPAX und Schülern der Sekundarstufe I.
Rap gegen Gewalt
Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule 2012-2014
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Berichte aus dem Fachbereich Naturwissenschaften

 

Erfolgreicher Start der Forscherklassen

Zum ersten Mal bot die KGS Sehnde im Rahmen der Anmeldung für den 5. Jahrgang die Möglichkeit sich für eine Forscherklasse anzumelden. Zu Beginn des neuen Schuljahres starteten 55 junge Forscherinnen und Forscher in zwei fünften Klassen des K- und G-Zweiges, um sich mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Biologie, Physik, Chemie, Erdkunde und Geschichte zu beschäftigen.

Beide Forscherklassen haben in der PCB-Gruppe jeweils mit dem Laborführerschein begonnen.  Als Stationenlernen organisiert, konnten kleine Schülerteams die unterschiedlichen Laborgeräte kennenlernen, einfache Laboranordnungen aufbauen und erste, einfache Messungen durchführen. Direkt anschließend ging es um den Gasbrenner. Ein aufregendes Thema für die jungen Forscher, schließlich sollte es hier zum ersten Mal so richtig zur Sache gehen – das richtige Erhitzen von Wasser im Reagenzglas, die unterschiedlichen Temperaturzonen der Brennerflamme, einschließlich Flammenfärbung und Glasbiegen waren einige der spannenden Themen. Zuvor mussten natürlich die Sicherheitsregeln zum Umgang mit dem Gasbrenner besprochen und richtig angewendet werden. Sicherheit geht vor! Am Ende bekam dann jeder seinen Labor- und Brennerführerschein.
Anschließend wurde ein Hotel gebaut - ein Bienenhotel! Nach intensiver Recherche über die Bestandteile eines solchen Hotels und über seine zukünftigen Bewohner ging es ans Werk. Die neuen Bauwerke werden nach den Herbstferien an verschiedenen Standorten auf dem Schulhof zu bewundern sein.

In den Fächern Erdkunde und Geschichte starteten die kleinen Forscher ebenfalls voll durch. Geplant wurde ein Orientierungslauf, dessen Streckenlänge mit unterschiedlichen Messverfahren zu bestimmen war. An den Notebooks kamen googlemap und googleearth zum Einsatz, während sich die Schülerinnen und Schüler in der Natur mit Kompass, Karte und Maßstab  orientierten. Geocaching bildete dann den vorläufigen Abschluss des Projektes Orientierung im Nahraum. Mit einem Besuch im Bauamt der Stadt Sehnde erfuhr die Gruppe aus erster Hand, wie sich Sehnde in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat und was Stadtplanung bedeutet. Durch den Besuch der Projektgruppe „Kriegskinder erinnern sich“  bekamen die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, Kriegs- und Nachkriegserlebnisse von Zeitzeugen erzählt zu bekommen.

Dirk Ahrens

Fachbereichsleiter Naturwissenschaften,  Koordinator Forscherklassen

Der Evolution auf der Spur

 

Am 20.12.2011 nahm der Biologie eA mit 15 Schülerinnen und Schülern am Experimentiertag „Verwandtes Gemüse – Pflanzenzüchtung und Evolution“ ausgerichtet vom Erich-Kästner-Gymnasium Laatzen in Zusammenarbeit mit dem Projekt HannoverGen teil. Im Rahmen des Semesterthemas Evolution widmeten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der reichen Formenvielfalt der Kohlarten, um die evolutiven Beziehungen von Kohlrabi, Brokkoli, Grünkohl, Weißkohl, Blumenkohl und Romanesco systematisch zu verdeutlichen. Die Grundidee ist dabei, dass alle Organismen einen gemeinsamen Vorfahren haben, was an diesem Tag durch die Erstellung eines phylogenetischen Stammbaums mit der Analyse von Basensequenzen der Kohlarten untersucht werden sollte. Dazu erhielten die Schülerinnen und Schüler die Chance molekularbiologische Methoden zur Extraktion von DNA, zur Durchführung einer kosten- und zeitaufwendigen PCR sowie die Durchführung einer Gelelektrophorese anzuwenden. Nachdem die ersten Pipettierversuche gelungen und die DNA des Gemüses vervielfältigt wurde, konnten die Geltaschen für die Gelelektrophorese mit sicherer Hand gefüllt werden. Trotz angestrengten Arbeitens war das Ergebnis leider unbrauchbar für eine sichere Analyse der Verwandtschaft, sodass am Ende nur der Rückgriff auf vorhandene Daten übrig blieb: Blumekohl und Romanesco sind näher miteinander verwandt als mit Rosenkohl und Grünkohl.

 (A. Bierwirth)

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke lässt sich von Nalin (li.) und Lili die Technik erklären - Foto: JPH
Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke lässt sich von Nalin (li.) und Lili die Technik erklären - Foto: JPH

Naturwissenschaften jetzt viel lebendiger

Die Tür öffnet sich und am ActivBoard bewegen sich Pantoffeltierchen. Das, was man sonst nur unter dem Mikroskop sehen kann, ist für alle sichtbar groß und live zu sehen. Dirk Ahrens, Fachbereichsleiter für Naturwissenschaften an der KGS, untersucht mit seinen Schülern gerade einen Heuaufguss.
Früher wäre das beschwerlich gewesen, denn da hätte jede Schülergruppe in ihrem Mikroskop etwas anderes gesehen – wenn überhaupt. Seit Ende der Herbstferien ist das in der KGS nun anders. Mit hohem finanziellem Aufwand hat die Stadt Sehnde zwei weitere naturwissenschaftliche Schulräume auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. “Ich wollte mich selbst überzeugen, wie das Lernen sich jetzt darstellt”, sagte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke bei seinem Besuch am Mittwochmorgen, 11. Januar, im neugestalteten Raum den Schülern. “Wir haben viel investiert, um Euch, dem Nachwuchs, die beste Ausbildung zu ermöglichen. Es gibt immer viele Wünsche an die Stadt, aber hier haben wir jetzt im zweiten Bauabschnitt 150 000 Euro in die zwei naturwissenschaftlichen Räume investiert, damit ihr viel Spaß und viel Erfolg beim Lernen habt.”

Ahrens lobt die gute Ausstattung der Spezialräume und dankt der Stadt mit dem Worten: “Es ist nicht selbstverständlich, in Zeiten leerer Kassen eine solche Modernisierung zu stemmen.” Und die ist wirklich umfassend gewesen. Es begann mit der elektrischen Anlage und den ganzen übrigen Leitungen unter dem Fußboden, es folgten die Elektronik mit Activ Board und den Tischanschlüssen, der Fußboden selbst und es hörte auf mit dem kompletten neuen Mobiliar. “Praktisch blieben nur die Wände da”, so fasste es Ralf Neumann, Fachbereichsleiter Bürgerservice, zusammen. Rund sechs Wochen hatten die Arbeiten gedauert, die im Wesentlichen in den Herbstferien erledigt wurden.

Danach folgte eine Testphase mit der neuen Technik. “Die ist toll. Jetzt kann der Lehrer seinen Unterricht zuhause vorbereiten und dann über den USB-Stick hier in den Computer einlesen”, erklärt Ahrens.
Insgesamt hat die Stadt für die Renovierung der naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume und Sammlungen in drei Bauabschnitten 450 000 Euro vorgesehen, wobei der dritte Abschnitt für 2012 geplant ist. Dazu kommt dann auch die Erneuerung der naturwissenschaftlichen Sammlungen für rund 100000 Euro. Die alte Ausstattung und Technik war inzwischen 30 Jahre alt geworden, was für eine so rasante Entwicklung wie in Wissenschaft und Technik ein enormes Alter ist.

Dass die Anlage auch bei den Schülern ankommt, bestätigen Nalin und Lili, die gerade den Heuaufguss mit dem neuen Mikroskop untersuchen. “Das ging früher viel schlechter”, sagt Nalin und Lili fügt hinzu: “Früher konnte immer nur einer ans Mikroskop. Jetzt macht das viel mehr Spaß.” Dann hat sich der ganze Einsatz ja gelohnt. (jph/sehnde-news.de)